Messter-Woche 1919 (Woche 25) 1919

Play scene

Play story

Topics

Wannsee / Ort ; Weimar - erste deutsche Demokratie

Translated by Microsoft Translator

Title:

Messter-Woche 1919 (Woche 25)

Country of Origin:
Deutsches Reich (bis 1945)

Year of Production and/or Release

Year of Production:
1919

Credits

Technical Data

Save all sequences:
Delete all:

150. Geburtstag Rosa Luxemburg (* 5. März 1871)

"Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden" lautet der wohl bekannteste Satz der Revolutionärin, die vielen als größte linke Politikerin des 20. Jahrhunderts gilt – wegen ihrer fundamentalen Kritik am Kapitalismus, ihres vehementen Eintretens für einen freien demokratischen Sozialismus sowie ihrer rigorosen Ablehnung des Ersten Weltkriegs.

Die 1871 im russisch besetzten Teil Polens in eine jüdische Familie geborene Rosa Luxemburg geht nach dem Abitur in Warschau an die Universität Zürich und legt dort 1897 ihre Promotion in Staatswissenschaften ab. In den Emigrantenzirkeln bildet sie sich politisch weiter, engagiert sich gegen die Ausbeutung der Arbeiterklasse und gründet 1893 die Partei "Sozialdemokratie des Königreiches Polen" mit.

Um sich in Deutschland der stärksten sozialdemokratischen Bewegung Europas anzuschließen, zieht Rosa Luxemburg 1898 nach Berlin. Sie schreibt für verschiedene deutsche und polnische Zeitungen und steigt als mitreißende Rednerin schnell zu einer wichtigen Wortführerin des linken Flügels der SPD auf. Bald macht sich die polyglotte Politikerin mit ihren Reden und Schriften in ganz Europa einen Namen. 1913 erscheint ihr Hauptwerk "Die Akkumulation des Kapitals", mit dem sie einen entscheidenden Beitrag zur Imperialismusdebatte im Vorfeld des Ersten Weltkriegs leistet. Ein Jahr später stürzt sie die Zustimmung der Sozialdemokraten zur Mobilmachung in eine tiefe Sinnkrise. Mit anderen Kriegsgegnern ihrer Partei gründet sie die spätere „Spartakusgruppe“, die sich 1917 der neugegründeten USPD anschließt. Nachdem sie fast die gesamte Kriegszeit – unter anderem wegen eines Apells zur Kriegsdienstverweigerung – im Gefängnis verbracht hat, wird Rosa Luxemburg zu Beginn der Novemberrevolution entlassen. Sie verfasst das Programm für den wiederbelebten Spartakusbund, der am 1. Januar 1919 in der neugegründeten Kommunistischen Partei Deutschlands aufgeht. Nur zwei Wochen später werden ihre beiden führenden Köpfe – Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht – nach dem gescheiterten Spartakusaufstand von rechten Freischärlern ermordet.

Weil ihr Leichnam erst Monate später entdeckt wird, wird Rosa Luxemburg symbolisch in einem leeren Sarg neben Karl Liebknecht auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde beigesetzt. Zehntausende nehmen an dem Trauerzug teil. Bis heute findet zu ihren Ehren Mitte Januar eine Gedenkfeier in Berlin statt.

More video clips on this subject

  • Messter-Woche 1919 (Woche 25)

  • Messter-Woche Einzelsujets 1921

  • Neue Deutsche Wochenschau 418/1958
    31.01.1958

We use cookies on our site to improve your experience. Their use improves our site’s functionality.
For more detailed information please read our Privacy Notice.
OK