Welt im Film 63/1946 07.08.1946

Sacherschließung

01. La Guardia in München:
Flugzeug auf dem Flugplatz auslaufend. La Guardia, Generaldirektor der UNRRA, kommt die Flugzeugtreppe hinunter und geht in Begleitung von amerikanischen Offizieren vom Flugplatz. Er steigt in einen Wagen. Der Wagen fährt. La Guardia vor dem "Haus der Kunst", halbnah. Fahrt durch München, Schild "Displaced Persons". Funk Kaserne. La Guardia spricht mit Kindern von Verschleppten. Er streicht einem Jungen über das Haar. Großaufnahme La Guardia.
(32 m)

02. Manila: Unabhängigkeit für die Philippinen
Menschenmenge, total. Manuel Roxas, Präsident des neuen Staates, sitzend, halbnah. General Mac Arthur spricht, total. Der Generalbevollmächtigte der USA Mc Nutt spricht, total O-Ton. Die philippinische Flagge geht am Mast hoch. Truppen marschieren.
(32 m)

03. Hamburg: Schulsenator Landahl spricht über Englandreise
Landahl, total im Kreis von Studenten. Landahl spricht, halbnah O-Ton: "Wir haben während unseres dreiwöchigen Aufenthaltes in England Lehrer, Wissenschaftler, Studenten und Schüler gesprochen. Wir haben uns mit Ministern, Parlamentariern, hohen Beamten aber auch mit Arbeitern und Hausfrauen unterhalten." Student: "Welche Einstellung gegenüber Deutschland konnten Sie feststellen?" "Nirgends begegnete uns eine feindselige oder auch nur ablehnende Haltung. Im Gegenteil, das Interesse für alles, was uns angeht, war unerwartet groß. 'Wie sieht es heute in Deutschland aus?' war die Frage, und jeder wollte helfen." Studentin: "Hatten Sie auch Gelegenheit, deutsche Kriegsgefangenenlager aufzusuchen?" "Ja, und ich habe mich gefreut, festzustellen, in welch hervorragendem geistigen und körperlichen Zustand die Männer dort sind. Die Lager sind in jeder Hinsicht gut eingerichtet," "Was wir als Anglisten besonders vermissen, ist ein geistiger Austausch zwischen Deutschland und England, zumindest in der britischen Zone. Besteht hier irgendwelche Aussicht?" "Eine ganze Anzahl englischer Männer und Frauen waren sofort bereit, englische Zeitschriften und Bücher nach Deutschland zu schicken. Ein Briefwechsel zwischen englischen und deutschen Studenten und Schülern wird in aller kürzester Zeit in Gange kommen. Wir besuchten die Universitäten in Oxford und Cambridge. Das Interesse an einem Studium in Deutschland war allgemein, und ich glaube nicht zu viel zu sagen, wenn ich vermute, daß schon in den nächsten Wochen englische Professoren, möglicherweise auch Studenten nach Deutschland kommen werden, und daß im nächsten Jahr dann auch deutsche Studenten an englischen Universitäten belegen können. Abschließend darf ich Ihnen sagen, der Besuch, den wir in England gemacht haben, war ermutigend. Wir fanden eine Welt ohne Haß, ein Land ohne Propaganda, ein Volk, wo Tatsachen, nur Tatsachen gewertet werden."
(69 m)

04. Salzburger Festspiele: Helene Thimig trifft ein
Zug mit beleuchteten Zuglichtern fährt in Bahnsteig ein. Schild: Arlberg Express. Helene Thimig steigt aus dem Zug, halbnah. Sie wird von Schauspielern der Salzburger Festspiele begrüßt und erhält Blumenstrauß. Ihre Brüder Hermann Thimig und Hans Thimig, halbnah. Ewald Balser, halbnah, Helene Thimig spricht O-Ton "Ich kann nur empfinden, daß ich stolz bin, an einem Anfang teilzuhaben, und ich hoffe, daß es einer ist."
(28 m)

05. Berliner Streiflichter
(104 m)

a. Tauschmarkt in Lichtenberg
Markt mit Menschen, total. Leute haben Waren auf dem Fußboden ausgebreitet. Leute beim Tausch von Wäsche und Kleidern. Polizisten untersuchen Händler mit Schwarzware. Schnellrichter urteilt Schwarzhändler im Sofortverfahren ab. Der Richter steht auf und verliest das Urteil.
(29 m)

b. Strandbad Wannsee
Badeanstalt mit Schrift "Strandbad Wannsee". Leute auf dem Weg zum Strandbad. Jungen steigen Bahndamm hinab. Mädchen im Badeanzug gehen im Strandbad. Überfülltes Bad. Strandkorb- und Liegestuhlstand. Badewärter ruft durch Sprachrohr. Badende, total. Kleines nacktes Mädchen baut im Sand. Verschiedene Leute am Strand. Schild "Ich suche meine Mutti"
(25 m)

c. Fahrrad Taxe
Hinter Fahrrad hängt Anhänger. Frau setzt sich in den Anhänger. Fahrradfahrer fährt mit Anhänger ab. Tretende Füße auf den Pedalen. Drehende Fahrradreifen. Brandenburger Tor, groß. Das Fahrradtaxi fährt vor dem Hotel Adlon vor. Die Dame steigt aus, nimmt Koffer aus Anhänger und bezahlt den Fahrer.
(20 m)

d. Wiederaufbau mit Elefanten
Trümmerfrauen schippen Trümmerschutt auf Wagen. Ein Elefant schiebt den Wagen mit Trümmerschutt mit seinem Kopf. Der Elefant stößt Häusermauern mit seinem Kopf ein.
(27 m)

06. Tagung in New York: Kommission zur Kontrolle der Atom - Energie
Kommission zur Kontrolle der Atom Energie. Die Kommission tagt im Hunter College. Teilnehmer bei der Ankunft im Saal. Der amerikanische Wissenschaftler Bernard M. Baruch, halbnah. Er verliest eine Rede.
(24 m)

07. England: Düsenflugzeug Gloster Meteor - über 1000 Stundenkilometer
Drei Piloten stehen vor einem Düsenflugzeug, halbnah. Das 'Gloster Meteor' Düsenflugzeug. Die Düse, groß. Das Flugzeug wird auf dem Flugfeld gedreht, total. Das Heck des Flugzeuges, groß. Start und Flug.
(20 m)

08. Nürnberger Prozeß - Schluß-Plädoyer der Ankläger
Robert Jackson, der amerikanische Hauptankläger bei seinem Schluß-Plädoyer, total. Die Anklagebank, total. Von Schierach und von Ribbentrop, halbnah. Speer und Hess, halbnah. O-Ton, Jackson: "If we would say from these men, they are not guilty, it would be the same to say, there was no war, no deads, no crime." Der britische Hauptankläger Sir Hartley Shawcross hält sein Plädoyer, total. Schwenk über die Anklagebank, halbnah. Göring, halbnah, mit der Hand an der Stirn. O-Ton Sir Shawcross. Der Richtertisch.
(90 m)

Sprechertext

Sprechertext (englisch)

Personen im Film

Balser, Ewald ; Baruch, Bernard M. ; Hess, Rudolf ; Jackson, Robert ; Keitel, Wilhelm ; Laguardia ; Landahl, Heinrich ; MacArthur, Douglas ; MacNutt ; Ribbentrop von, Joachim ; Richards, Frieda ; Roxas, Manuel ; Shawcross, Hartley ; Speer, Albert ; Schirach von, Baldur ; Thimig, Helene ; Thimig, Hermann

Orte

New York ; Berlin ; Salzburg ; Manila ; München ; England ; Hamburg ; Nürnberg ; Philippinen

Themen

Sachindex Wochenschauen ; Eisenbahnwesen ; Großaufnahmen, Detail ; Handel, Geldwesen ; Hochschulwesen ; Justiz ; Kinder ; Fahnen ; Festspiele ; Frauen, Mütter ; Freizeit, Freizeitgestaltung ; Fremdarbeiter ; Paraden ; Politische Veranstaltungen ; Polizei ; Schwarzmarkt ; Staatliche Besuche (außen) ; Tauschmarkt ; Tiere (außer Hunde) ; Trümmer ; Bauwerke ; Kriegsverbrecher, Kriegsverbrechen ; Kulturelle Veranstaltungen ; Verkehr: allgemein ; Wohlfahrt, DRK, Hilfsorganisationen, Fürsorge ; Flugzeugwesen, Flugwesen ; Astrologie ; Aufbau ; 19 Findbuch Welt im Film

Gattung

Wochenschau (G)

Genre

Periodika

Titel:

Welt im Film 63/1946

Produktionsland:
Germany

Ereignisdaten

Veröffentlichungsdatum:
07.08.1946
Produktionsjahr:
1946

Stabangaben

Technische Daten

Ausschnitte speichern:
Liste löschen:

75 Years of Berlin’s „Trümmerfrauen“ (June 1, 1945)

When World War II was over Berlin lay in ashes. A high percentage of living space and production facilities had been completely or partially destroyed by the more than 350 air strikes since 1940. Out of the originally 4.3 million residents just over half remain in the city, with barely any men left that are fit for work. Shortly after Berlin’s occupation the Allied Forces oblige all healthy women between the age of 15 and 50 to work. Several thousand women report to remove the giant towers of debris—not because they are eager to rebuild their city but because they have no other choice. In exchange for their hard physical labour they receive better ration cards—meaning larger rations—as well as a very small hourly wage. It’s the only way to make ends meet for them and their families.

Clearing the rubble comes with a lot of stigma. During the war it was concentration camp prisoners and prisoners of war who were forced to clear the debris, and after Germany capitulated German soldiers and members of the NSDAP were deployed for penal labour. To counteract the negative image and to win over more unemployed persons a media campaign is launched to create a positive image of the „Trümmerfrauen“ („rubble women“) and to also disseminate the term, which was probably born on the street. The photos used in this campaign are often staged.

With the decade coming to a close more and more skilled personnel and machines assume the debris removal and female „unskilled workers“ are no longer needed. In the GDR they are hailed as role models for socialist women but in West Berlin and the FRG they are quickly forgotten. It’s the feminist movement that would eventually raise the issue, which then also becomes a subject of pension policy. As a result all women, who led a hard life during the post war era are hailed as „Trümmerfrauen“ and given mythic status. But in reality the Trümmerfrauen were just a phenomenon in Berlin and the Soviet occupation zone, and even there they only accounted for a small portion of working women.

Mehr Videos zu dem Thema

  • Welt im Film 12/1945
    03.08.1945

  • Welt im Film 33/1945
    28.12.1945

  • Welt im Film 43/1946
    15.03.1946

  • Welt im Film 63/1946
    07.08.1946

  • Welt im Film 109/1947
    27.06.1947

  • Welt im Bild 149/1955
    04.05.1955

  • Neue Deutsche Wochenschau 360/1956
    21.12.1956

Wir setzen auf dieser Website Cookies ein. Diese dienen unter anderem dazu, Ihnen Servicefunktionen anbieten zu können.
Ausführliche Informationen dazu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
OK