UFA-Dabei 922/1974 26.03.1974

Sacherschließung

01. BRD: Vorstellung der neuen Uniformen der Lufthansa- Groundhostessen
Bodenstewardess steigt aus Flughafenbus heraus. Sie bleibt an der Treppe des Flugzeuges stehen. Sie trägt die neue Uniform. Neue Uniformen im Flugticketverkauf und bei der Gepäckabfertigung. Uniformen werden vorgeführt: Einzelheiten, groß, nah. Interviews der Flugpassagiere über die neuen Uniformen, O-Töne: "Ich find' sie großartig. Ja, muss ich sagen." - "Sieht gut aus. Gefällt mit besser wie die vorherige." - "Ich sehe zwar nicht sehr viel Unterschied, aber ich find' sie chic." - "Ich finde sie ist sehr modern und entspricht der Zeit, die jetzt ist. Also etwas farbenfroher, etwas fröhlicher." - "Ja, ich hab' sie schon bewundert. Ich finde den sportlichen Stil so gut. Einige der Damen tragen Hosen. Die Farben blau und gelb stehen den meisten gut. Es gefällt mir sehr gut."

02. Köln: Großkundgebung der Arbeitgeberverbände
Tumulte vor der Eingangstür. Polizei mit den Schutzhelmen. Dr. Martin Schleyer spricht vor Mikrofonen O-Ton: "Hier und heute geht es uns darum, die Grundsatzpositionen abzustecken, die uns zur Ablehnung der Regierungsbeschlüsse zwingen, und von den politischen Verantwortlichen die Berücksichtigung dieser Grundsatzpositionen zu fordern. Noch ist den Unternehmern dieses Recht nicht genommen. Dafür, dass dieses Recht auch in Zukunft jedem und jeder gesellschaftlichen Gruppe erhalten bleibt, - auch dafür kämpfen wir heute. Die einzige Alternative, die es zum Mitbestimmungsentwurf der Bundesregierung gibt, ist eine Mitbestimmungsregelung, die die Funktionsfähigkeit der Unternehmen in einer freiheitlichen und marktwirtschaftlichen Ordnung gewährleistet. Die Funktionsfähigkeit der Unternehmen, die auch und nicht zuletzt im öffentlichen Interesse liegt, darf durch eine paritätische Mitbestimmungsregelung nicht beeinträchtigt werden. Funktionsfähigkeit der Unternehmen verlangt Entscheidungsfähigkeit. Parität im Aufsichtsrat aber führt zur Fraktionsbildung und damit zur entscheidungslähmenden Pattsituation. Dies nämlich ist die Gefahr, die unserer Ordnung droht: die gewerkschaftliche Machtergreifung in Wirtschaft, Gesellschaft und letztlich im Staat." Zwischenfall: ein Mann versucht während der Rede Schleyers an das Mikrofon zu drängen. Prof. Dr. Hansen spricht O-Ton: "Eine Mitbestimmung, wie sie hier geplant wird, gibt es in keinem Land der Welt. Dies gilt nicht nur für die kapitalistischen, sondern auch für die sozialistischen Ländern. Streben die Gewerkschaften mit falschen und gefährlichen Mitteln nach sogenannter "Vervollkommnung" des Marktwirtschaftssystems allein in ihrem Sinne? Oder wollen sie die paritätische Mitbestimmung nur als Zwischenstation auf dem Wege zur sozialistischen Staatswirtschaft? Beides wäre verhängnisvoll. Die Wirtschaft muss handlungsfähig bleiben."

03. Rheinbach: Bundespräsident Gustav Heinemann besucht Zuchthaus in Rheinbach
Eine Straße in Rheinbach. Alte Häuser. Musikkapelle. Gustav Heinemann und Frau Hilde Heinemann hören der Musikkapelle zu. Frau Hilda Heinemann besucht Glasschliff-Studio. Diverse Gläser, Vasen, etc., groß und nah. Der Innenhof der Strafvollzugsanstalt. Heinemann und Frau in der Anstalt. Gespräch mit Häftlingen. Aufnahmen in einigen Zellen.

04. Bonn: Eröffnung der Ausstellung "Kunst im Knast" durch Justizminister Jahn
Ausstellungsräume, an den Wänden diverse Kunstwerke. Kunstwerke, groß, nah. Die meisten Themen der Kunstwerke aus der Gefängnisumgebung. Jahn im Gespräch mit einem Herrn.

05. BRD: Portrait des Boxpromoters Fritz Gretzschel
Boxtalent Bernd August macht Waldlauf. Geht mit Fritz Gretzschel weiter im Wald, beide halbtotal. Bernd August beim Training. Aufnahmen in den Trainingshallen. Interview Fritz Gretzschel, O-Ton: "Ich war schon eigentlich als Rentner auf Mallorca. Ich hab' mir da ein kleines Anwesen gekauft und wollte dort meinen ruhigen Lebensabend verbringen. Aber ohne Arbeit kann ich nicht leben und so bin ich auf die Idee gekommen, wieder nach Berlin zurück und hier eine Box-Stall aufzumachen." - "Herr Gretzschel, es sind Bestrebungen im Gange, wonach der Berufsboxsport verboten werden soll?" - "Ja, aber das kann nicht kommen und das wird auch nicht kommen, denn wenn man hier anfängt eine Sportart zu verbieten, dann muss man fast allen Sport verbieten, denn Sie wissen "Sport ist Mord". Sehen Sie mal, wie gefährlich das Kunstturnen für junge Mädchen ist, das deren Rückgrat schon alle nach kurzer Frist verbogen sind. Genauso ist es mit den Fußballern, die Bälle köpfen. Wenn man da anfängt zu suchen, dann wird man auch die Hälfte unserer Fußballer auf Lebenszeit sperren müssen aus gesundheitlichen Gründen." - "Wie sehen Sie die Zukunft des Berufsboxsports?" - "Ja, aufsteigen. Sie sehen ja, dass wir heute schon wieder Veranstaltungen auf die Beine stellen, wo 7.000 Zuschauer hinkommen. Das war ja in den letzten 3, 4 Jahren eine reine Seltenheit." Im Hintergrund mehrere Boxer beim Training. Ausschnitte aus dem Boxkampf Bernd August - Faustinho aus Brasilien. Fritz Gretzschel sitzt am Ring und beobachtet den Kampf.

Herkunft / Inhaltsart

Sprechertext

Personen im Film

August, Bernd ; Gretzschel, Fritz ; Hansen, Hans ; Heinemann, Gustav ; Heinemann, Hilda ; Jahn, Gerhard ; Schleyer, Martin ; Faustinho

Orte

Bonn ; Köln ; BRD ; Rheinbach ; Genf

Themen

Sachindex Wochenschauen ; Boxen ; Demonstrationen ; Justiz ; Polizei ; Porträts ; Rückblicke ; Städtebilder: Deutschland ; Todesfälle, Beisetzungen ; Kraftfahrwesen, Kraftfahrzeugwesen ; Kunst ; Mitbestimmung ; Verbrechen ; Flugzeugwesen, Flugwesen ; Mode ; Ausstellungen ; Gerichtswesen ; 17 Findbuch Ufa Wochenschau Ufa dabei

Gattung

Wochenschau (G)

Genre

Wochenschau

Titel:

UFA-Dabei 922/1974

UFA-Wochenschau (Sonstiger Titel)

Produktionsland:
Federal Republic of Germany

Ereignisdaten

Veröffentlichungsdatum:
26.03.1974
Produktionsjahr:
1974

Stabangaben

Herkunft:
Vorstellung der neuen Uniformen der Lufthansa-Groundhostessen
Kamera: Labudda

Großkundgebung d. Arbeitgeberverbände/Köln
Kamera: Luppa, Rühe

Bundespräsident Heinemann in Rheinbach mit Besuch im Zuchthaus
Kamera: Luppa

und Eröffnung der Ausst, "Kunst im Knast" durch Justizmin. Jahn
Kamera: Luppa

Portrait des Boxpromoters Fritz Gretzschel
Kamera: Pahl, Kopleck

Anfang und Ende

Gesamtlänge

Technische Daten

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