Die Zeit unter der Lupe 831/1965 27.12.1965

Sacherschließung

01. Erhard in den USA
Erhard im Flugzeug. Groß, mit Zigarre. Seine Hände blättern in Akten. Von Hassel im Flugzeug, groß. Erhard steigt Flugzeugtreppe hinunter und wird von Humphrey und Rusk begrüßt, halbnah. Angetretene Ehrenformation. Erhard hält großen Schlüssel hoch. Transparent mit Fahnen Herzlich Willkommen Herr Bundeskanzler. Erhard neben Rusk gehend, halbnah, zu deutscher Weihnachtsausstellung im Foyer des State Department. Erhard neben Johnson, halbnah. Erhard spricht im National Press Club, O-Ton, groß, vor Mikrofonen: "Es ist unsere gemeinsame Freiheit, die in Vietnam wie in Deutschland auf dem Spiele steht. Ein Nachgeben hier bedeutet die Niederlage dort. Wer immer den bedingungslosen Rückzug aus Vietnam, wer aus der Legalisierung der Diktatur in Mitteldeutschland uns anregt, verliert den Boden unserer rechtlichen Ordnung und vergißt die Lehren der Geschichte." Kameramänner. Zuhörer klatschen.

02. Gemini Rendevouz VI. und VII.
Raketenstart einer Titan II. in Cape Kennedy. Raumfahrer in Kapsel liegend, groß. Trick des Weltraumtreffens von Gemini VI. und VII., Aufnahmen der Schwesterkapsel in den Wolken fliegend aus Gemini VI. Der Flugzeugträger Wasp. Die Weltraumkapsel auf dem Flugzeugträger nach Bergung. Schirra und Stafford in der Kapsel, total. Fliegender Hubschrauber, Borman und Lovell steigen aus Hubschrauber und werden auf Flugzeugträger begrüßt.

03. Hubschrauber Landeplatz auf Panam Gebäude in New York
Luftaufnahme New York. Das Panam Hochhaus. Hubschrauber startet von Hochhaus. Fahrgäste in Hubschrauber während des Fluges. Kardinal Spellman als Fahrgast des Hubschraubers. Das Lufttaxi vom Kennedy Flughafen nach Manhattan bei Nacht. Beleuchtetes New York, Luftaufnahme.

04. Düsseldorf: Teenager Pulli Test
Junge Männer sitzen an langen Tischen. Teenager suchen sich von Tisch Pullover aus. Teenager ziehen vor Spiegel Pullover an. Die Mädchen gehen mit den Pullovern und Nummern zwischen den Tischen umher. Mädchengesicht, groß. Übereinandergeschlagene Beine mit Netzstrümpfen, groß. Mädchen mit Zigarette, groß. Die Siegerin in gestreiftem Pullover wird beglückwünscht.

05. Portrait: Lieselotte Pulver
Klaus Hebecker stellt vor Lieselotte Pulver. Großaufnahme Lieselotte Pulver. Sie spricht O-Ton. Archiv: Mann hält Photoapparat vor Gesicht. Lieselotte Pulver, lachend, bei Ankunft, bei Preisverleihung, bei Empfang in England knicksend vor Königinmutter, bei Bambiverleihung, O-Ton: "Viele Leute sagen, ich hätte so eine Donnerlache, aber da kann ich nichts dafür. Es ist sogar manchmal ein bißchen unangenehm, denn kürzlich zum Beispiel haben zwei Damen das Restaurant verlassen, weil ich so laut gelacht habe." Stoll an der Kamera. Spielszene aus Kohlhiesels Töchter. Beleuchteter vor Scheinwerfer, groß. Großaufnahme Lieselotte Pulver bei Interview, O-Ton: ""Stellen Sie sich vor, als ich heute aus dem Hotel kam, leuteten die Glocken. Das ist ganz normal, aber sie leuteten nicht bimbam, sondern bambi, bambi." - "Guck mal, die Pulver is ja wieder mal ne Wucht." - "Ist das Lustige leichter oder schwerer zu spielen, als das Dramatische?" - "Natürlich ist es wahrscheinlich eine besondere Begabung, die Leute zum Lachen zu bringen. Man sieht das ja an den Premieren, wenn man sich allerlei Effekte ausgedacht hat und plötzlich lacht kein Mensch." Spielszene aus: Das Wirtshaus im Spessart, O-Ton: "Es war am letzten Freitag nachmittag um vier. Das kam der Scheibler, dieser reiche Kavalier von einer Reise nach Würzburg mit der Eilpost nach Haus. Und ich dacht mir, den raube ich mal aus. Gleich nach dem Hohlweg an der Straße, da schwang ich mich auf einen Baum. Und als die Kutsche an dem Baum vorüber kam, sprang ich maskiert mit einem Satz auf das Verdeck und nahm dem dicken Postillon nach einem Schlage auf den Ballon die geladenen Pistolen ganz schnell weg. Für so was, da braucht man ein bißchen Verstand. Ha, der scheint Euch beiden zu fehlen. Los, setzt Euch und zuhören, sonst wackelt die Wand, so, und dann will ich weiter erzählen." Lieselotte Pulver bei Interview, groß, O-Ton: "Haben Sie eine Lieblingsbeschäftigung, eine Art Hobby?" - "Wenn Sie mich so fragen, ich bestehe aus Hobbys, ich habe mehr zu tun, wenn ich nicht drehe, als wenn ich in einem Film drinstecke." - "Hat erst der Film allmählich Sie als Komikerin entdeckt?" - "Als ich am Theater anfing, wollte ich natürlich Tragödin werden. Ich spielte auch hauptsächlich klassische Rollen, aber auch einige Komödien. Und ich erinnere mich, nach einem meiner ersten Stücke schrieb ein Kritiker. Vielleicht wächst uns da ein komisches Talent heran. Übrigens, im Moment drehe ich mit Kurt Hoffmann gerade die neunte Komödie."

06. Inzell: Eisschnelllauf Länderkampf Deutschland - Schweden
Eisschnellläufer. Zuschauerin feuert ihn an. Füße eines Schnellläufers mit Schlittschuh. Christine Carlsson/ Schweden, groß. Start und Lauf der Damen. Es siegt Christine Carlsson. Start der Herren und Lauf. Lauf von Jonny Nielsson/ Schweden. Zuschauerinnen und Zuschauer, halbnah. Nielsson muß wegen technischen Fehlers aufgeben. Hand drückt Stoppuhr. Nielsson, lachend, halbnah.

Herkunft / Inhaltsart

Sprechertext

Personen im Film

Borman, Frank ; Elizabeth von England ; Erhard, Ludwig ; Hassel von, Kai Uwe ; Hebecker, Klaus ; Humphrey, Robert ; Johnson, Lyndon B. ; Lovell ; Pulver, Lieselotte ; Rusk, Dean ; Spellmann, Francis ; Schirra, Walter ; Cripps, Stafford ; Stoll, Erich ; Carlsson, Kristine ; Nielsson, Jonny

Orte

Washington ; USA ; New York ; Düsseldorf ; Berlin ; Inzell ; London ; München

Themen

Sachindex Wochenschauen ; Eislaufen, Kunstlaufen ; Interviews ; Kameraleute, Kameramänner ; Filmschaffen ; Frauen, Mütter ; Photographen ; Plakate, Schriften, Transparente ; Porträts ; Raketen ; Reklame ; Schiffahrt ; Schiffe ; Sport-Details, Fouls ; Sportpublikum, Sport-Zuschauer ; Staatliche Besuche (außen) ; Städtebilder: Nordamerika ; Körperteile: Augen, Nasen, Münder, Ohren, Bärte, Hände, Beine ; Mikrofone ; Militär ; Flugzeugwesen, Flugwesen ; Mode ; Luftaufnahmen ; Bauwerke in Nordamerika ; Militär ; 14 Findbuch Neue Deutsche Wochenschau Zeitlupe

Gattung

Wochenschau (G)

Genre

Wochenschau

Titel:

Die Zeit unter der Lupe 831/1965

Neue Deutsche Wochenschau (Sonstiger Titel)

Produktionsland:
Federal Republic of Germany

Ereignisdaten

Veröffentlichungsdatum:
27.12.1965
Produktionsjahr:
1965

Stabangaben

Herkunft:
Titelmarke

Blickpunkt

Erhard in den USA
Kamera: Luppa, Rieck

Informationen

Gemini-Rendezvous VI und VII
Herkunft: Metro

Hubschrauberlandeplatz auf Panam-Gebäude in New York
Herkunft: Metro

Teenager-Pullover-Test
Kamera: Grund

Klaus Hebecker Stellt vor

Porträt Lieselotte Pulver
Kamera: Pahl
Herkunft: Archiv

Sport

Eisschnellauf Deutschland/Schweden
Kamera: Rau, Vlasdeck

Endemarke

Technische Daten

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90. Geburtstag von Liselotte Pulver (* 11. Oktober 1929)

Mit ihrem fröhlich-unbekümmerten Lachen erobert die Schauspielerin Liselotte Pulver in den 1950er-Jahren die Herzen des Publikums. Vor allem ihre komödiantischen Darstellungen in Filmen wie „Ich denke oft an Piroschka“ oder „Das Wirtshaus im Spessart“ machen sie zu einer der populärsten Filmstars der Wirtschaftswunderjahre.

Die 1929 in eine alteingesessene Berner Familie geborene Pulver hatte zunächst eine Ausbildung an der Handelsschule abgeschlossen, bevor sie Unterricht an der Schauspielschule nimmt. Nach kleineren Rollen am Stadttheater Bern wird sie vom Schauspielhaus Zürich engagiert und erregt dort in klassischen wie modernen Stücken Aufmerksamkeit. Bald erhält sie erste Filmrollen, so an der Seite von Josef Albers in „Föhn“. Zwar ist die eigentlich vielseitige Darstellerin schnell auf „freche“ Frauenrollen abonniert, verkörpert in der zweiteiligen „Buddenbrooks“-Verfilmung von Alfred Weidenmann und in Helmut Käutners „Das Glas Wasser“ aber auch ausgesprochen komplexe Figuren. Internationale Bekanntheit erlangt sie durch ihre Hauptrolle in Douglas Sirks Remarque-Verfilmung „Zeit zu leben und Zeit zu sterben“. Billy Wilder besetzt sie für seine Screwball-Komödie „Eins, zwei, drei“, in der sie als Sekretärin Ingeborg ihren legendären Tanz auf dem Tisch hinlegt. Auch in französischen Produktionen steht Lilo Pulver vor der Kamera und zeigt unter der Regie von Jacques Rivette in „Die Nonne“ eine ihrer glanzvollsten Leistungen. Weitere große Angebote aus dem Ausland, wie für „Ben Hur“,„El Cid“ oder „Der Gendarm von St. Tropez“, muss sie aus vertragsrechtlichen oder gesundheitlichen Gründen zu ihrem Bedauern ablehnen. Ab den 1970er-Jahren ist sie nur noch selten in Kino und Fernsehen zu sehen. Ein Comeback erlebt sie schließlich mit der Sesamstraße, in der sie von 1978 bis 1985 in der deutschen Rahmenhandlung als „Lilo“ auftritt. Im Jahr 2012 zieht sie sich schließlich endgültig aus ihrem Beruf zurück.

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