Deutschlandspiegel 217/1972 27.09.1972

Sacherschließung

Olympische Spiele München 1972
Geschmückte Brauereipferde 6-Spänner. Olympiastadion. Stadtbilder München. Fernsehturm, Olympiagelände. Eröffnungsfeier: Einmarsch der Mannschaften in das Stadion. Zuschauertribüne mit Willy Brandt. Tanzvorführungen. Heinemann hält Eröffnungsansprache: "Ich erkläre die Olympischen Spiele München 1972 zur Feier der 20. Olympiade der Neuzeit eröffnet." Neben ihm steht Willy Brandt, Prinz Hendrik Von Dänemark u.a. Die Olympiafahne wird am Mast gehisst. Folklore - Gruppe aus Mexiko tanzt. Der Oberbürgermeister von Mexiko - City überreicht Avery Brundage Olympiafahne, der sie an Münchens Oberbürgermeister Georg Kronawitter weiterreicht. Brieftauben fliegen. Fackelträger Günther Zahn läuft im Stadion die Treppe hoch und entzündet das Olympische Feuer. Brennende Flamme, groß. Delphin 200 Meter: Mark Spitz führt, schwimmen teils in Zeitlupe. Der 6-fache Goldmedaillengewinner von München siegt. Willy Brandt als Zuschauer neben Sohn Lars klatscht. Verleihung der Goldmedaille an Mark Spitz. Turnen Damen: Olga Korbut UdSSR turnt am Stufenbarren. 100 Meter Männer: Kameramänner und Fotografen am Rand der Aschenbahn sitzend. Start und Lauf i ZL. Valeri Borsow, UdSSR, siegt. Fotografen umringen ihn nach Lauf. Unter den Zuschauern Edward Heath, Willy Brandt und Walter Scheel, Georges Pompidou. Stabhochsprung: Wolfgang Nordwig, DDR, überspringt 5,50 m und siegt ZL. 10000 Meter Lauf: Lasse Virén, Finnland, übernimmt im Endspurt die Führung und siegt. Zuschauer schwenkt finnische Fahne, und läuft hinter Virén Ehrenrunde durch das Stadion. Hochsprung Damen: Ulrike Meyfarth, BRD, überspringt 1,92 m und gewinnt die Goldmedaille in ZL. Klatschende Zuschauer bildfüllend. Ulrike Meyfarth umringt von Fotografen. Das Olympiagelände, Gesichter von Fußgängern, Schwarze, Kind auf den Schultern reitend. Das Glockenspiel des Rathauses, groß. Menschenmenge vor dem Rathaus, von oben. Chilenische Tanzgruppe tanzt Folkloretänze. Rudern: Finale der Achter. Neuseeland siegt vor der DDR und USA. Die deutsche favorisierte Mannschaft wird

01. Augsburg: Einer-Kajak
Wildwasserfahrer Siegbert Horn, DDR, auf der Strecke ZL. Er gewinnt die Goldmedaille. Kiel-Schilksee: Luftaufnahme des Olympiahafens. Segelregatta. Als Zuschauer Gustav Heinemann neben Stoltenberg. Wendemanöver in bewegter See. Regatta, total, von oben. Terrorakt palästinensischer Guerillas. Fliegender Hubschrauber. Quartiere der Israelis im Olympiadorf. (Schwarz-weiß-Aufnahmen). Trauerfeier: Wehende Fahnen der Nationen. Trauernde Menschen mit Händen vor dem Gesicht. Die Olympiafahne weht auf Halbmast. Avery Brundage: "I will continue all the rests one day later than recently statuted. The games must go on." Dressurreiten: Lieselotte Linsenhoff reitet auf Piaf Dressur und gewinnt Gold. Marathon: Läufer verlassen das Stadion. Lauf durch die Straßen von München, am Straßenrand Zuschauer. Sieger Frank Shorter, USA, läuft als Erster in das Stadion ein. Erschöpfter Sieger Frank Shorter. Weitsprung Damen: Heide Rosendahl springt und gewinnt Gold ZL. 4 x 100 m Staffel Damen: Staffelübergabe an die Schlussläuferin Heide Rosendahl (ZL) gegen Renate Stecher, DDR, fast auf gleicher Höhe. Auf den letzten 25 m gewinnt Heide Rosendahl Vorsprung und siegt. Glückliche Umarmung durch Staffelläuferinnen. Reiten: Preis der Nationen: William Steinkraus, USA, auf dem Parcours macht Fehler am Wassergraben. Siegermannschaft der BRD bei der Siegerehrung. Schlussfeier: Scheinwerfer kreisen im Stadion. Das olympische Feuer verlischt. Leuchtschild Olympische Spiele Montreal 1976. Die Olympische Fahne wird eingeholt.

Sprechertext

Personen im Film

Brundage, Avery ; Brandt, Lars ; Brandt, Willy ; Heinemann, Gustav ; Hendrik von Dänemark ; Kronawitter, Georg ; Scheel, Walter ; Stoltenberg, Gerhard ; Horn, Siegbert ; Korbut, Olga ; Meyfarth, Ulrike ; Nordwig, Wolfgang ; Rosendahl, Heide ; Shorter, Frank ; Spitz, Mark ; Stecher, Renate ; Virén, Lasse ; Zahn, Günter ; Heath, Edward ; Pompidou ; Borsow, Valeri ; Linsenhoff, Lieselotte ; Steinkrauß, William

Orte

Augsburg ; Kiel ; München

Themen

Olympische Spiele ; 1972 ; Sachindex Wochenschauen ; Kajak, Kanu, Wildwasser ; Fußgänger ; Olympiade 1972 ; Paddeln ; Reiten, Pferderennen (ohne Trab) ; Rudern ; Schwimmen ; Segeln ; Spoprt-Ehrungen ; Sportpublikum, Sport-Zuschauer ; Städtebilder: Deutschland ; Wellenreiten ; Tanz ; Terrorismus ; Tiere (außer Hunde) ; Turmspringen ; Turnen ; Kunst ; Leichtathletik, Jogging, Volkslauf ; Verkehr: allgemein ; Wildwasser ; Attentate ; 01 16 mm-Projekt ; Sport-Ehrungen ; Surfing ; 10 Findbuch Deutschlandspiegel

Gattung

Periodika (G)

Genre

Monatsschau

Titel:

Deutschlandspiegel 217/1972

Olympia Ausgabe 1972 (Sonstiger Titel)

Produktionsland:
Federal Republic of Germany

Ereignisdaten

Veröffentlichungsdatum:
27.09.1972
Produktionsjahr:
1972

Stabangaben

Technische Daten

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50. Jahrestag Ulrike Meyfarth gewinnt olympisches Gold im Hochsprung (04.09.1972)

Am 9. Wettkampftag sorgt Ulrike Meyfarth für eine der größten Überraschungen der 20. Olympischen Spiele in München. Vor einem mit 80.000 Zuschauer:innen vollbesetzten Stadion tritt die erst 16-jährige Schülerin an diesem Abend im Finale der Hochspringerinnen an. Immer höher klettert im Verlauf des Wettbewerbs ihr Name auf der Anzeigetafel. Mit nur zwei weiteren Sportlerinnen gelingt es der Außenseiterin schließlich eine Höhe von 1,88 Metern zu überwinden, eine Medaille ihr ist somit sicher. Doch damit nicht genug. Bei 1,90 Metern sticht sie völlig unerwartet ihre beiden Konkurrentinnen aus und holt Gold. Als Meyfarth mit 1,92 Meter auch noch einen neuen Weltrekord aufstellt, ist die Sensation perfekt.

Ihre Leistung ist umso erstaunlicher, da das 1,88 Meter große Mädchen zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht professionell und überhaupt nur drei Mal pro Woche trainiert. Sie springt aber den erst vier Jahre zuvor von Hochspringer Dick Fosbury entwickelten „Flop“, bei dem die Latte rücklings überquert wird und ist eine der wenigen Athletinnen in ihrem Klassement, die diese neue Technik anwenden.

Nur wenige Stunden später wird Meyfarths spektakulärer Sieg vom Geiseldrama im Olympischen Dorf überschattet. „Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt, meine Gefühlswelt war völlig durcheinander“ erinnert sich die Sportlerin an die damalige Situation.

Der Triumph von 1972 bleibt übrigens nicht der einzige Coup der gebürtigen Frankfurterin.

Nach Jahren der Krise, einem verpassten Finale bei den nächsten Spielen und dem Olympiaboykott von 1980, gewinnt sie zwölf Jahre später in Los Angelos ein zweites Mal die Goldmedaille. Meyfarth ist damit bis heute nicht nur die jüngste Olympiasiegerin einer Leichtathletik-Einzeldisziplin, sondern auch die einzige Sportlerin, die nach einem so großen zeitlichen Abstand noch einmal auf dem obersten Treppchen steht.

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  • Deutschlandspiegel 217/1972
    27.09.1972

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