Deutschlandspiegel 234/1974 1974

Sacherschließung

01. Frankfurt- Portrait
Flugzeug fliegt über Bäumen. Junges Paar geht nebeneinander, von hinten. Montage: Denkmäler und Figuren an Haus. Kamerarückfahrt Stadttotale. Steinfigur neben Laterne. Junges Mädchen, groß. Hauptbahnhof Frankfurt. Main. Trafo Mainbrücke. Römer. Paulskirche Trafo. Main. Trafo Mainbrücke. Römer. Paulskirche Trafo. Rückblick: Foto: 1. Deutsches Parlament in der Paulskirche. Schwarz-weiß: Trümmerstadt Frankfurt nach dem 2. Weltkrieg. Die Börse, außen und innen, Börsenbetrieb. Moderne Fassaden (Bank), dahinter gehende Menschen. Moderne und historische Gebäude. Die Hauptwache. Oberbürgermeister Rudi Arndt in seinem Arbeitszimmer. Sekretärin bringt Post. Großaufnahme Rudi Arndt. Die Zeil mit Menschen und fahrender Straßenbahn. Fußgänger. Inder mit Turban. Gastarbeiterpaar. Gastarbeitergesichter. Frau mit Kopftuch in Straßenbahn. Schwenk über Leute in Straßenbahn. Industrieschornsteine mit Hochspannungsleitungen. Eppelwoi-Kneipe ("Stöffche", Apfelmost). Filmaufnahmen. Tontechniker an Mischpult. Automobilausstellung. Lufthansaflugzeug wendet auf Flugfeld. Flughafen total. Startendes Flugzeug über Wolken.

02. Bonn: Bundestagsdebatte "Mitbestimmung"
Schwenk über Plenarsaal mit Abgeordneten. Kameramänner. Januar 1973: Willy Brandt am Rednerpult bei Regierungserklärung. Industriebilder. Gläserne Hausfassade, bildfüllend. Werkraum. Rückblick schwarz-weiß: Bilder aus den Zeiten des ausgebeuteten Industrieproletariats. Gründung der 1. Arbeiterbewegung Mitte des 19. Jahrhunderts. 1868: Arbeiterkongress in Berlin. 1889: Streik an der Ruhr. Damen des Bürgertums des 19. Jahrhunderts. Badende am Meer. 1919: Arbeiterräte der Weimarer Verfassung. Farbe: Arbeiter mit Schutzhelmen als Mitglieder des Betriebsrates. Schwarz-weiß: 1951: Bundestagssitzung. Am Rednerpult Konrad Adenauer. Stehende Abgeordnete. Verabschiedung des Gesetzes zur Mitbestimmung der Arbeitnehmer im Montanbereich. Bergarbeiter fahren ein. Farbe: Willy Brandt im Gespräch mit Walter Scheel (von hinten) und Hans Friderichs. Kabinettsitzung. Arbeiterin bei feinmechanischer Arbeit, groß. Industriebilder. Große Relaisstation. Industriebauten.

03. Kinder-Friedensdorf Oberhausen
Vietnamesischer 6-jähriger Junge, querschnittsgelähmt, versucht an Krücken zu gehen, hinter ihm geht Schwester. Häuser des Friedensdorfes. Kinder an Stöcken laufen hinter Ball her. Kinder auf Spielplatz, teils in Rollstühlen. Kinder im Essraum. Frau schenkt Suppe aus. Kinder essen. Lehrerin steht vor der Tafel. Kind liegt im Bett. Ärztin verbindet Fuß. Junge übt mit Hantel Kräftigung der Armmuskeln. Heilgymnastikerin turnt mit Kindern. Junge mit amputiertem Bein springt in Schwimmbecken. Kinder beim Wasserballspiel. In altem Straßenbahnwagen ist Werk- und Bastelraum eingerichtet. Kinder schneiden Pappen aus und bauen Burgen. Kinder mit Krücken laufen und spielen Fußball.

04. Theater in Berlin
Nackter Mann auf Bühne. Schiller-Theater. Vorhang "Sonny Boys 2". Szene mit Arzt und Patient. Theaterplakate Schlossparktheater Neil Simon "Sonny Boys" Aushang der Westberliner Bühnen an Litfasssäule. Die Schaubühne am Halleschen Ufer. Regisseur Peter Stein bei Probebesprechung Peer Gynt. Theateraushang Peer Gynt. Szenenausschnitt aus: Die Ermordung Deajas oder Diskurs über das Holzhacken. Im Schillertheater. Schauspieler tragen Masken, die das Gesicht verdoppeln und verdreifachen.

05. Frankfurt: Fußball Jugoslawien - Spanien 1:0
Fans schwenken Fähnchen. Spielszenen Zeitlupe. Jugoslawien am Ball. Spieler flankt vor das Tor, Ball wird knapp verfehlt. Zuschauer, halbnah. Zweikampf um den Ball, Zeitlupe. Spieler stürzt. Gastarbeiter-Zuschauer, halbnah. Jugoslawien schießt das 1:0. Spieler umarmen sich. Wiederholung des Torschusses, ZL. Fähnchen werden geschwenkt. Jugoslawien köpft Ball über das Tor, ZL. Leuchtrakete wird abgefeuert. Spiel vor dem spanischen Tor. Die Spieler werden nach dem Spiel auf Schultern von Fans ohne Sporthemden getragen. Reklame an der Bande: Jägermeister-Kaufhof.

Sprechertext

Personen im Film

Adenauer, Konrad ; Arndt, Rudi ; Brandt, Willy ; Friederichs, Hans ; Scheel, Walter ; Stein, Peter

Orte

BRD ; Berlin ; Bonn ; Frankfurt ; Oberhausen

Themen

Politik ; Rehabilitation ; Sachindex Wochenschauen ; Banken, Bankwesen ; Börse ; Denkmäler ; Handel, Geldwesen ; Industrie ; Kameraleute, Kameramänner ; Kinder ; Filmschaffen ; Freizeit, Freizeitgestaltung ; Fußball ; Fußgänger ; Photographen ; Politische Veranstaltungen ; Reklame ; Rückblicke ; Sportpublikum, Sport-Zuschauer ; Städtebilder: Deutschland ; Trümmer ; Kraftfahrwesen, Kraftfahrzeugwesen ; Kulturelle Veranstaltungen ; Medizin ; Menschen ; Mitbestimmung ; Urlaub ; Verkehr: allgemein ; Veterinärmedizin ; Wohlfahrt, DRK, Hilfsorganisationen, Fürsorge ; Flugzeugwesen, Flugwesen ; Berufe ; Arbeitsleben ; Ausstellungen ; Betriebsräte ; Gastarbeiter ; Gastronomie ; Gewerkschaften ; Frankfurt am Main ; Oberhausen ; Theater (auch Musiktheater, Oper, Operette) ; 01 16 mm-Projekt ; Industrie ; 10 Findbuch Deutschlandspiegel

Gattung

Periodika (G)

Genre

Monatsschau

Titel:

Deutschlandspiegel 234/1974

Produktionsland:
Federal Republic of Germany

Ereignisdaten

Veröffentlichungsjahr:
1974
Produktionsjahr:
1974

Stabangaben

Technische Daten

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85. Geburtstag von Peter Stein (* 01.10.1937)

Peter Stein ist eine lebende Legende. Untrennbar ist sein Name mit der Berliner Schaubühne verbunden, die in den 1970er- und 1980er-Jahren das deutsche Theater revolutioniert. Mit seinen Inszenierungen, bei denen er sich stets als Interpret des Autors versteht und nach einer dem Text dienenden Form sucht, ist er in die Geschichte eingegangen.

Nach seinem Studium der Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte wird der gebürtige Berliner zunächst Assistent von Fritz Kortner an den Münchner Kammerspielen und macht gleich mit seiner ersten Regiearbeit auf sich aufmerksam. Nach einer Zwischenstation in Zürich geht er nach Bremen und sorgt dort mit seinem „Torquato Tasso“ für Furore.

Im Alter von 33 Jahren übernimmt Stein dann die künstlerische Leitung der neugegründeten Schaubühne am Halleschen Ufer in Berlin, die in der Konsequenz der Umwälzungen von 1968 als basisdemokratisch organisiertes Kollektiv arbeitet. Mit einem exzeptionellen Ensemble – darunter spätere Stars wie Edith Clever, Bruno Ganz, Jutta Lampe, Udo Samel und Otto Sander – realisiert er in den folgenden Jahren bahnbrechende Aufführungen wie Ibsens "Peer Gynt", Kleists "Der Prinz von Homburg" und Gorkis "Sommergäste". Aufgrund seiner sensationellen Erfolge kann das Theater 1981 in ein nach Steins Wünschen umgebautes Gebäude am Lehniner Platz umziehen, wo herausragende Inszenierungen wie Tschechows "Drei Schwestern" folgen. Mitte der 1980er verlässt er das Haus und ist fortan freischaffend tätig. Von 1991 bis 1997 fungiert Stein als Schauspielchef der Salzburger Festspiele und wendet sich hier auch der Oper zu. Nach der Jahrtausendwende macht er mit Großprojekten wie dem ungekürzten "Faust" für die Expo 2000 und der kompletten "Wallenstein"-Trilogie mit dem Berliner Ensemble auf dem Gelände der alten Kindl-Brauerei in Neukölln von sich reden. In letzter Zeit ist der Regisseur allerdings nur noch selten an deutschsprachigen Bühnen vertreten. Seit einigen Jahren lebt er auf einem eigenen Landgut in der Nähe von Rom, auf dem er nicht nur Oliven anbaut, sondern auch über eine vollausgestattete Probebühne verfügt.

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