Deutschlandspiegel 430/1990 1990

Sacherschließung

01. Deutsch-deutscher Bahnverkehr
Frankfurt/Main Hbf. Anzeigeschild: IC-Zug nach Leipzig 6.38. Leute steigen ein. Schaffner befestigt Zugschild. Leute winken aus Fenster. IC fährt. Vorbeifahrt an Wachturm der ehemaligen Grenze. Leipzig Hbf. Einfahrt IC Johann Sebastian Bach. Zur Begrüßung singt der Thomaner-Chor Motette von Bach. Stillgelegte Geleise an der ehemaligen Grenze. Abgebrochene Brücke. Baufahrzeuge und Arbeiter bei Wiederherstellung der Bahnverbindung Kassel-Leipzig. Verlegung von Schienen im Sperrgebiet. Historische Dampf-Lok eröffnet die neue Strecke. Bahnhof Eichenberg.
(64 m)

02. Prozess der deutschen Vereinigung
Die Finanzminister der Bundesrepublik Deutschland und der DDR Theo Waigel und Walter Romberg unterzeichnen in Gegenwart von Helmut Kohl und Lothar de Maiziere den Staatsvertrag zur Währungsunion. Genscher, groß. Ministerpräsident Lothar des Maiziere O-Ton:
"Der Geist, in dem dieser Vertrag zustande kam, entspricht den Zielen und Wünschen Der Menschen in der DDR nach Freiheit, nach Wohlstand und nach sozialer Gerechtigkeit. Hier haben nicht fremde Staaten miteinander verhandelt, sondern Landsleute und Freunde, die sich nicht länger entfremden lassen wollen."
Bundeskanzler Helmut Kohl O-Ton:
"Was wir hier erleben, ist die Geburtsstunde des freien und einigen Deutschland. Vor den Augen der Welt wollen wir bekunden als die gewählten, frei gewählten Vertreter Der Regierungen beider Teile Deutschlands, unseren Willen, als ein Volk und als eine Nation gemeinsam unsere Zukunft in einem freiheitlichen, in einem demokratischen Staat zu gestalten."
Treffen Bundeskanzler Kohl mit Ministerpräsidenten der Länder, u.a. im Bild Engholm, Momper, Späth, Albrecht.
Finanzminister Walter Romberg vor der Volkskammer O-Ton:
"Die Situation war gekennzeichnet durch den zunehmenden Verfall eines Wirtschaftssystems. Der Staatsvertrag mußte unter diesen Bedingungen innerhalb von drei Monaten fertiggestellt werden."
Wasserwerke Bonn. Finanzminister Theo Waigel vor dem Bundestag O-Ton:
"Die Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion bildet den entscheidenden unumkehrbaren Schritt auf dem Weg zur staatlichen Einheit Deutschlands. Wir stehen heute erstmals in Der Geschichte unseres Landes vor der Chance, die Einheit in Freiheit zu vollenden. Der nun greifbar nahe liegende Tag der Vereinigung Deutschlands ist für künftige Generationen Der Beginn eines neuen Abschnittes in der deutschen Geschichte."
(93 m)

03. Weil am Rhein Vitra - Design - Museum
Museum für Möbel-Design. Moderner Museumsbau des Amerikaners Frank O. Gehry (Foto), der als profilierter Vertreter des Dekonstruktivismus gilt. Sammlung von 1200 Stühlen aller Zeitepochen.
(61 m)

04. Zwickau: VW-Produktion in der DDR
Zollgrenzstation Schirnding. Trabbi fährt. Blick unter die Motorhaube. Auspuff. Ortsschild Zwickau. Produktionsstätte des Trabant. Montagehallen. Beginn der Produktion des VW Polo. 1. Polo läuft vom Band.
(55 m)

05. Berlin: Pokalfinale Werder Bremen - 1. FC Kaiserslautern 2:3
Zuschauerjubel im Olympiastadion. Spielszenen. In der 11. Minute köpft Labadia nach Ecke zum 1:0 für Kaiserslautern ein. Kurz darauf führt ein Torwartfehler von Oliver Reck, der den Ball fallen läßt, zum 2:0. Das 3. Tor in nur 11 Minuten für Kaiserslautern ZL. Zuschauerjubel. Fans mit Pauke. 2. Halbzeit: Aufholjagd der Bremer. Frank Neubarth schießt das 3:1. Fahnen grün-weiß werden geschwenkt. Sturmlauf. Nach schwacher Abwehr des Torwarts schießt Burgmüller das 3:2. Gefährliche Konterchancen für Kaiserslautern. Burgmüller vergibt Chance für Bremen und schießt über das Tor. Strafraumszenen. ZL-Wiederholung. Spielende und Jubel. Pokal wird überreicht an Stephan Kunze, Mannschaftsführer von Kaiserslautern. Reklame: Agfa - Hohes C - Panasonic - Sinalco - Winterthur - Mercedes Benz - Crisan - Wella - Atari Computer - Herforder Pils!
(87 m)

Sprechertext

Themen

Automobilproduktion; Möbelausstellung; Politik; Währungsunion; Bahnreise; Sachindex Wochenschauen; Vereinigung DDR-BRD; Fußball; 01 16 mm-Projekt; 10 Findbuch Deutschlandspiegel

Gattung

Periodika (G)

Genre

Monatsschau

Titel:

Deutschlandspiegel 430/1990

Produktionsland:
Federal Republic of Germany

Ereignisdaten

Veröffentlichungsjahr:
1990
Produktionsjahr:
1990

Stabangaben

Technische Daten

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30-Year Anniversary of Signing the State Treaty Establishing a Monetary, Economic and Social Union between the GDR and the FRG (May 18, 1990)

On May 18, 1990 the Finance Secretaries Theo Waigel (FRG) and Walter Romberg (GDR) sign the state treaty regarding the monetary, economic and social union. It goes into force on July 1. This implements a decisive step toward a German union.

The monetary union makes the D-Mark the sole means of payment in the GDR. Wages, salary, retirement payments, rent and other „recurring payments“ are converted 1:1. The exchange of monetary assets and debt is converted 2:1 above certain exemption limits.

The economic union restructures the planned economy by folding it into the structures of a market economy. The „Anstalt zur treuhänderischen Verwaltung des Volkseigentums“ established on March 1 was supposed to gradually privatize East German enterprises.

The social union finally includes the takeover of the West –German social security model with its compartmentalization into pension, health, unemployment and accident insurance as well as labour law with tariff autonomy, the right to strike, freedom of association, etc.

These measures help to stop the mass migration to the west and comply with the demand for a fast reunification.

However, as critics have warned beforehand, they do reduce the East German economy’s competitive advantage and thus accelerate its demise. The almost complete deindustrialization results in massive unemployment. The „Treuhand“ („trust agency“) in particular becomes the epitome of the intentional destruction of the East German competition as well as the sell-out of the GDR. The new states soon get the impression of having been dealt the cards of heteronomy and disadvantage.

While it is fair to say that thirty years later an approximation of living conditions has taken place it still cannot be considered alignment. The economic, social and last but not least cultural divide is still visible.

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