Deutschlandspiegel 464/1993 1993

Sacherschließung

01. Treffen Kohl/Clinton in den USA
40 Jahre deutsch-amerikanische Beziehungen Washington Stadtbild. Vorfahrt Helmut Kohl vor dem Weißen Haus. Wachsoldat, groß. Fahnengarde-Kommando. Gespräch Kohl mit Clinton. Großaufnahme Clinton, seitlich.
schwarz-weiß: Trümmer Deutschland, Verteilung von Carepaketen, Luftbrücke Berlin, 1953: Adenauer in den USA. Winkend bei Fahrt durch Stadt. Treffen mit Eisenhower. Rock'n'roll-Tanz. Mauerbau 1961. US-Panzer an der Grenze. John F. Kennedy in Berlin umjubelt.
Farbe: Ronald Reagan in Berlin O-Ton: "Mr. Gorbatschow - open this gate!"
Jubel. Fall der Mauer. Das Brandenburger Tor. Feier der Wiedervereinigung in Berlin. Deutsche Fahne.
Wie wird Deutschland heute von Amerika beurteilt? Der Botschafter der Vereinigten Staaten in Bonn, Robert M. Kimmitt O-Ton:
"Die Bundesrepublik ist auf einer festen demokratischen Grundlage gegründet. Und meines Erachtens wird diese Demokratie in Zukunft noch stärker sein, weil das deutsche Volk versteht, daß Toleranz eine fundamentale Charakteristik einer modernen Demokratie ist. - Aber weder Deutschland noch Amerika können allein in eine neue Weltordnung gehen. Also müssen wir sehr eng zusammenarbeiten. Deutschland ist ein sehr enger Partner der Vereinigten Staaten."
Bei Pressekonferenz in Washington spricht Bill Clinton O-Ton (Übersetzung):
"Wenn es den Menschen weltweit besser gehen soll, müssen die Vereinigten Staaten und Deutschland noch enger miteinander kooperieren. Vor allem hinsichtlich der Aufgaben im Nordatlantischen Bündnis, der EG und der KSZE in Europa. Dabei ist Deutschland ein Faktor der Stabilität, der mit neuen Initiativen den Herausforderungen unserer Welt begegnet. - Bei diesen Aufgaben könnte ich mir keinen besseren Partner wünschen als Bundeskanzler Kohl und das deutsche Volk."
Bei Pressekonferenz Helmut Kohl O-Ton:
"Es war ein intensives und freundschaftliches Gespräch. Im Deutschen gibt es kein Wort dafür, das man gut übersetzen kann mit dem Begriff 'die chemistry stimmt'. Sie haben es hier eingeführt - ich nehme es gerne auf - sie stimmt in der Tat. Die deutsch-amerikanischen Beziehungen sind heute für uns in Deutschland, und vor allem auch für mich selbst genauso wichtig, ja wichtiger als vor 30 Jahren."
(166 m, 10:00:25 - 10:06:20)

02. Berlin: Realismus-Ausstellung
Bilder, groß, realistische: Alte Frau, 2 Jungen, Junge und Affe, Porträts, Marilyn Monroe, Mann und Spiegel. Skulpturen. Ausstellungsbesucher im Gropius-Bau. Berlin Kurfürstendamm mit Gedächtniskirche. Mathias Koeppel, Realist der Berliner Szene, O-Ton:
"Realismus heutzutage ist insofern gar nichts besonderes, als daß Realismus ein ewiges Prinzip ist. Der Realismus ist nur ein wenig in den Hintergrund gedrängt worden durch die vielen Kunstmoden, die es im 20. Jahrhundert gegeben hat und die sich immer wieder mit großer Macht nach vorne drängen. Realismus heißt nicht nur: etwas abbilden, was man wiedererkennen kann, es heißt auch unsere Realität, in der wir leben, zu interpretieren und mit ihr umzugehen."
(65 m, 10:06:15 - 10:08:35)

03. Neue Verkehrskonzepte in Lübeck und Oberstdorf
Lübeck Holstentor. Statdbild. Altstadthäuser. Viel Autoverkehr in den Straßen. Abgase aus Auspuff. Krokuswiese. Sperrung der Altstadt am Wochenende. Mann stellt Sperrschilder auf. Fußgängerverkehr. Bus. Fahrradstraße. Oberstdorf Totale. Elektrobus fährt. Karte mit markierter autofreier Zone der Innenstadt. Leute steigen auf Parkplatz aus Wagen und fahren mit Elektrobus weiter.
Besucher und Besucherin O-Ton: "Ich finde das sehr gut. Vor allen Dingen es ist so: wir fahren schon seit 20 Jahren hierher. Wir hatten oftmals Schwierigkeiten mit dem Parken. Und das ist ganz klasse, ich finde das prima." "Ja, ich finde das schön. Man kann in Ruhe bummeln gehen und muß nicht dauernd gucken, ob ein Auto kommt; man kann auch mal auf der Straße laufen."
Bürgermeister O-Ton: "Wir haben im letzten Herbst eine Frequenz von durchschnittlich 20 Personen pro Fahrt gehabt. Allerdings machen wir im Augenblick die Feststellung, daß im Winter der Autofahrer doch schwieriger zu motivieren ist, den bequemen PKW zu verlassen, um in den E-Bus einzusteigen."
E-Bus fährt durch enge Straßen. Vollmond am Abendhimmel.
(77 m, 10:08:30 - 10:11:20)

04. Ost-Band: Die Prinzen
Auftritt der Band. Die fünf jungen Männer beim Ballspiel im Park. Quintett singt im Chor. Vier der fünf Musiker waren Chorknaben bei den Thomanern. Tournee. Skatspiel in Bus. Ausladen der Tonanlage. Begeisterte Fans klatschen bei Auftritt. Anstecken von Wunderkerzen.
(72 m, 10:11:15 - 10:13:55)

Sprechertext

Themen

Musik ; Sachindex Wochenschauen ; Außenpolitik ; Kunst, darstellende ; 01 16 mm-Projekt ; 10 Findbuch Deutschlandspiegel

Gattung

Periodika (G)

Genre

Monatsschau

Titel:

Deutschlandspiegel 464/1993

Produktionsland:
Federal Republic of Germany

Ereignisdaten

Veröffentlichungsjahr:
1993
Produktionsjahr:
1993

Stabangaben

Technische Daten

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30 Jahre „Die Prinzen“ (1991)

Sie sind die Wegbereiter des deutschen A-cappella-Pop und eine der erfolgreichsten Bands des Landes: Die Prinzen.

1987 unter dem Namen Die Herzbuben in Leipzig gegründet, benennt sich die Band nach der Wiedervereinigung wegen der Namensgleichheit mit einer Gruppe aus Wildeck um.

Gleich das erste – von Ideal- und Ich+Ich-Sängerin Annette Humpe produzierte – Album der Prinzen schafft es 1991 in die Top Ten und hält sich sagenhafte 78 Wochen in den Charts.

Mit Hits wie „Gabi und Klaus“, „Millionär“, „Küssen verboten“, „Alles nur geklaut“ und „Du musst ein Schwein sein“ erlangen sie in den 1990er-Jahren regelrechten Kultstatus.

Das liegt zum einen an den ohrwurmträchtigen Melodien, den humorvoll-ironischen Texten und den erstklassig arrangierten Songs, zum anderen an dem – nur von Schlagzeug und Bass begleiteten – perfekten fünfstimmigen Gesang der Prinzen. Ihre Ausbildung erhielten sie im renommierten Leipziger Thomanerchor oder dem Dresdner Kreuzchor. In der inzwischen 30-jährigen Bandkarriere haben sie ein Dutzend Studioalben und drei Livealben veröffentlicht. Sie verkauften über sechs Millionen Tonträger, erhielten vierzehn goldene Schallplatten und sechs Platinauszeichnungen.

Neben ihrer musikalischen Karriere setzen sich die Prinzen für politische und soziale Belange ein. Sie engagieren sich gegen Rassismus und rechte Gewalt, spenden für das Tumorzentrum in Dessau und eine Stiftung für schwerkranke Kinder, spielen zahlreiche Benefizkonzerte und unterstützen verschiedene lokale Projekte. Dafür wurden sie mit zahlreiche Auszeichnungen geehrt, darunter dem Preis „Gegen Vergessen – Für Demokratie“.

Die für das letzte Jahr geplante Tour wurde auf 2021 verschoben. Derweil arbeiten die Prinzen an neuen Songs.

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